Haere ra - Aotearoa

Ich habe sofort Tränen in den Augen, wenn ich die Maori-Wörter schreibe. Auf Wiedersehen. Auf Wiedersehen Neuseeland. 

 

Es ist der Tag des Abschieds. Ich fliege von Christchurch nach Auckland ohne auch nur ein Stück des Landes zu sehen. Aber ich fühle es. Ich fühle die Erde unter mir. Ich fühle ein Land, das einmal ein Paradies war. Ein Land, das ich mitgeschaffen habe. Ein Land, das pure Fülle und unbändige Energie bedeutet hat. Ich fühle die Verletzungen, die unendlich vielen Wunden. Ich sehe wieder die abgeholzten Hänge vor mir, die endlose Trockenheit ausgedörrter Grasflächen. Der fehlende Gesang der Vögel, die Raubzüge der Wiesel. Alles taucht vor meinen inneren Augen auf, zieht durch meinen Körper und lässt mich weinen, weinen, weinen. Jede blutende Wunde fühle ich wie mich selbst. Ich bin eins geworden mit diesem Land. Ich bin eins geworden mit diesem wunderbaren und äußerst fragilem Ort. 

 

Mein letzter Blick beim Flug von Auckland fällt auf Whatipu und Karekare. Die Küste grüßt mich. Der Ort, mit dem ich mich am tiefsten verwoben fühle. Hier bin ich mir meiner selbst in alles Deutlichkeit bewußt geworden. Der Platz hat mir meine Seele zurück geschenkt und die Anfänge meines Seins. Dankbarkeit - tiefe Dankbarkeit füllt jeden Winkel meines Herzen. 

 

Ich weiß nicht, ob ich diesen Sand wieder berühren werden. Ich weiß nicht, ob ich wieder zurück komme. Aber ich weiß, das es eigentlich keine Rolle spielt. Denn wo auch immer ich bin, ich bin auch immer dort. Weil Neuseeland jetzt ein Teil von mir ist. Jede Trennung ist Geschichte und pure Illusion. Weil die Liebe keine Trennung kennt.

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Timmijaaraq


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Die, die

überall hinfliegt.


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Der kleine Vogel.


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Unterwegs zwischen 

Himmel und Erde.


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Er setzt sich

sacht....


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.... auf dein Herz.


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Um zu singen

und zu zwitschern.


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Er singt ein Lied

vom Himmel. 


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Er singt

von einer Welt

ohne Grenzen.


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Er singt ein Lied

von der Schönheit

deiner Seele.


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