Der Tod gehört zum Leben

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Werden noch Fragen gestellt? Nein? Ich höre sie nicht mehr. Diese grundlegenden Fragen nach dem Sinn und Unsinn der Virus-Politik sind verstummt. Es wird nur noch darüber geredet, wann welche Lockerungen kommen und zu welchem Zeitpunkt der Impfstoff "endlich" fertig wird und Jeder in der Genuss dieser "Gnade" kommen kann, damit endlich wieder ein "normales" Leben möglich ist. 

 

Wird es einen Impfzwang geben? Nein, natürlich nicht, tönt es von den Politikern. Doch, natürlich, sagt mein Gefühl. Durch die Hintertür. Es ist so einfach. Man muss das Leben derjenigen, die sich nicht impfen lassen wollen nur unerträglich machen, dann geht das schon. 

 

Die Beschlüsse sind meiner Ansicht nach längst unter Dach und Fach. Es ist für meine Augen klar und offensichtlich, welche Richtug der Zug nimmt. Die Medien machen die gesamte Zeit die richtige Polemik dafür. Die Politik folgt der Wirtschaft. Sie folgt dem Geld. Sie folgt nicht der Wissenschaft und sie folgt erst recht nicht ihrem eigenen Gewissen und gesundem Menschenverstand. Sie hat schon lange keine eigene Meinung mehr. Die Politik hat ihre Seele buchstäblich verkauft. Ich muss nicht zur Bundesregierung schauen, um das zu sehen. Es reicht, mich auf Gemeindeebende hier umzuschauen. Denn dort bietet sich das gleiche Bild.

 

Von dort oben sind keine Änderungen zu erwarten. Da kommt nichts Neues. Dort erklingt nur das gleiche, alte Lied. Marschmusik. 

 

Warum eigentlich? Warum geht es dort keinen Zentimeter weiter? Oder sollte ich lieber von Millimetern sprechen? Warum haben wir überhaupt diese unglaublich wirtschaftliche Selbstmordkampagne namens Corona inszeniert, uns selbst komplett lahmgelegt und das ganz normale Zusammenleben zu einem Alptraum umfunktioniert?

 

Ich glaube, weil es uns das Gefühl von Kontrolle gibt inmitten einer aus den Fugen geratenen Welt. Wir wissen, das wir in eine ökologische Katastrophe hineinschlittern. Nein, wir wissen sogar, das wir eigentlich schon mittendrin sind. Wir schauen nur lieber nicht hin. So, wie nach Brasilien, wo fleißig weiter der Regenwald in unvorstellbarem Maß abgeholzt wird. Wir schauen nicht hin, weil wir uns hilflos fühlen. Ohnmächtig. Und super, super klein angesichts der Veränderungen, die da auf uns zurollen, wie eine ungeheurer Tsunami-Welle. Wir verdrängen lieber, das wir es sind, die diese Welle maßgeblich mitgestaltet haben.

 

Aber, hey, hier ist so ein kleiner Virus, hier können wir etwas machen!!! Ja, und genau deshalb wird alles aufgeboten, um ihm Einhalt zu gebieten. Wirklich alles. Ob das Sinn macht oder nicht, spielt dabei nicht die geringste Rolle. Was eine Rolle spielt, ist nur das Gefühl, überhaupt mal etwas tun zu können. Es gibt uns das Gefühl, wieder etwas in der Hand zu haben. Wir können uns auf die Schultern klopfen, weil wir etwas geschafft haben. Die Eindämmung. Super. Ja. Und der Impfstoff! Noch besser! Damit haben wir wenigsten einmal die Würfel zu unseren Gunsten fallen lassen.

 

Nur, das ändert nicht das geringste an der Tatsache, das das Leben sich nicht kontrollieren lässt. Wir können uns in der scheinbaren Sichterheit wiegen und glauben, wir hätten es hingekriegt. Aber das Leben ist Wandel. Mit jedem Atemzug. Das Leben ist Sterben und neu geboren werden. Wir können dieser Tatsache nicht entkommen. Wir können die Natur nicht in ein Gefängnis sperren und glauben, sie würde brav dort drin bleiben. 

 

Wir können sie nur umarmen. Weil wir ein Teil von ihr sind. Wir sind voller Viren und Bakterien. Sie machen eine großen Teil unseres Körpers aus. Gegen sie zu kämpfen ist so verrückt und hirnrissig, wie sich die Hand abzuhacken und das dann als Sieg zu feiern.

 

Leben uns Sterben gehören zusammen. Sie sind keine Feinde sondern zwei Seiten derselben Münze. Der Tod ist eine Schwelle, kein Ende. Natur und Menschen gehören zusammen. Sie sind keine Feinde sondern bestehen aus denselben Elementen. Sie waren nie dazu da, um sich gegenseitig zu gefährden oder zu bekämpfen. Wir haben uns das nur ausgedacht. Ökologischer Komplettwandel und unsere Zukunft gehören zusammen. Wir haben alles, wirklich alles dazu getan, um sie mit Eiltempo zu dieser, unserer Zukunft zu machen. Mit Wegschauen und Ohnmacht. Mit Angst und dem Verkauf unserer Seele an diese Ideen von "Größer, Höher, Weiter",  "mehr, mehr, mehr" und "Geld regiert die Welt". Das ist unsere Realität. Hier tragen wir die Verantwortung.

 

Das müssen wir uns eingestehen. Da müssen wir hinschauen. Dafür müssen wir die Verantwortung übernehmen. Und an der Stelle müssen alle unsere Kräfte, alle unsere Kreativität und alle unsere Fähigkeiten einfließen. Nicht in diese absurden, sinnlosen Diskussionen um Lock-Downs, Maskenpflichten und Impfungen. Nicht mit einer Verschärfung der Trennung und Angst voreinander und allem, was lebendig, unkontrollierbar und, nun ja, natürlich ist.

 

Wir verausgaben uns schlichtweg auf der falschen Bühne. Weil sie klein, übersichtlich und machbar genug erscheint. Wir agieren auf der komplett falschen Ebene. Doch das eigentliche Problem, das lassen wir dabei vollkommen links liegen. Nur - es lässt uns nicht links liegen. Das werden wir noch früh genug merken. 

 

Ja, Leben ist Wandel. Die Erde wandelt sich. Rapide. Mit unserer intensiven Hilfe. Wie gehen wir damit um? Welchen Impfstoff erfinden wir hier bitteschön? In welche Masken wollen wir uns an der Stelle zwängen? Und wie hoch sollen die Mauern da werden? 

 

Allein die Fragen zeigen schon, das es auf der Ebene keine Antwort geben kann. Genauso wenig, wie sie im Fall Corona je eine Antwort sind oder waren. 

 

Die Antwort beginnt, wenn wir aufhören, wegzuschauen. Die Antwort ist da, wo wir endlich Verantwortung für das Chaos übernehmen, das wir auf unserer Erde angerichtet haben. Da, wo wir Verantwortung für unser inneres Chaos und den Krieg übernehmen, den wir gegen uns selbst und unsere eigentlich Natur führen. Erst dann,  können wir einen Weg finden, der uns in eine andere Richtung bringt. Erst mit der vollständigen Akzeptanz und Annahme von der Realität werden wir in der Lage sein, irgend etwas zu ändern. Vorher nicht. 

 

Und das heißt tatsächlich auch, den Wandel wirklich zu umarmen. Den Tod zu umarmen. Jede Schwelle zu umarmen, zu der uns das Leben einlädt. So, wie jetzt. Wir können sie als Bedrohung und das Ende von Allem betrachten und zwischen Schockstarre und Aktionismus hin- und herhüpfen wie kleine Gummibälle oder als den Beginn von etwas Neuem. Als Chance. Es liegt an Jedem von uns, welche der beiden Reaktionen wir für die Bessere halten. 

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