Spendenaufruf zu meinem Geburtstag

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Ihr Lieben,

 

viele von euch wissen, dass sich mein Leben in den letzten Monaten vollkommen verändert hat. Meine Arbeit als Reiseleiterin mit Wikinger ist von einem vollen Terminkalender mit 16 Touren (ab April) und einem geschätzen Jahreseinkommen von ca. 20.000 Euro auf Null geschrumpft. Alle meine Reisen für 2020 wurden abgesagt bzw. werden aller Wahrscheinlichkeit nach noch abgesagt werden.

 

Das Leben ruft lautstark nach einer kompletten Neurorientierung.

 

Ich war bereits seit längerem dabei, für mich Alternativen zu entwickeln. Durch Corona hat sich diese Entwicklung extrem beschleunigt. So, dass ich jetzt wirklich die ersten echten Schritte unternehmen kann.

 

Mein Herz ruft mich nach Grönland. Seit zwei Jahren schon ist diese Gewissheit in mir. Seit ich zum ersten Mal nach Ostgrönland gekommen bin. Da konnte ich spüren, dass ich den Ort gefunden haben, nach dem ich ein Leben lang gesucht habe.

 

Es gibt in Tasiilaq, dem Hauptort an der Ostküste mit ca. 2.500 Einwohnern ein Projekt, das jetzt seit 25 Jahren besteht, das Rote Haus. Es ist eine Verbindung von Hotel, Pension, Schlafsackunterkunft, Restaurant, Expeditionsveranstalter, Sozialem Begegnungsort & Kulturaustauschsplatz. Es ist ein Ort, in der sich Gäste und Einheimische treffen können, ein Ort, wo jeder, der Hilfe braucht ein offenes Ohr und tatkräftige Unterstützung bekommt. Es ist ein ganz besonderer Platz. Gegründet wurde das Projekt von Robert Peroni, einem Extrembergsteiger aus Südtirol. Stück für Stück hat er das Haus auf- und ausgebaut bis zu den heute 55 Betten und bis zu 74 Angestellten, fast ausschließlich Einheimische. Robert ist jetzt 76 Jahre und braucht dringend Menschen, die das Projekt weiterführen können.

 

Ich habe mich bereits im letzten Jahr dazu entschieden, einer dieser Menschen zu sein.

 

Durch Corona hat sich die Situation vor Ort jetzt radikal zugespitzt. Seit 13. März 2020 gibt es keine Direktflüge mehr aus Island. Da aus dieser Richtung praktisch alle Gäste für das Rote Haus gekommen sind, ist die diesjährige Sommersaison, die von Juni bis Mitte September geht, im Grunde ersatzlos ausgefallen. Mit viel Glück werden die Flüge im September wieder aufgenommen. Dann könnten evtl. mehrere Gruppen und Individualgäste kommen, die bereits seit Langem gebucht waren.

 

Die Situation hat auch Robert bewußt gemacht, dass er das Ganze nicht mehr nur allein tragen kann. Das hat die Tür geöffnet, für die ersten Schritte zu einem wirklichen Übergang. Miteinander.  Die ersten Teamtreffen und Gespräche miteinander haben stattgefunden, die Weichen sind gestellt. Ich weiß, dass ich diejenige bin, die auch den größten Teil des Jahres vor Ort leben wird. Jetzt steht es an, das auch praktisch zu erproben und alles zu tun, um das Wissen und die Fähigkeiten, die ich dafür brauche, zu erlangen. Das geht nur vor Ort.

 

Deshalb fliege ich am 12. August 2020 von Kopenhagen über Westgrönland (Kangerlussuaq und Nuuk) nach Tasiilaq.

Ich folge meinem Gefühl, ich folge meinem Herzen. Ich weiß nicht, wie lange, ich dort bleiben werde – deshalb ist der Rückflug offen geblieben. Es zeichnet sich bereits ab, dass ich in diesem ersten Schritt bis in den Winter (Mitte Dezember) hinein dort bleiben werde.

 

Für mich ist das ein großer Sprung. Aber es ist auch einer, auf den mich mein ganzes Leben und alles, was ich bisher getan habe, vorbereitet hat. Ich werde jede einzelne Erfahrung brauchen. Und das ist gut so. Es fühlt sich klar an. Und lebendig.

 

Ich werde auch alle Hilfe brauchen, die möglich ist.

 

Im Augenblick geht es dabei um finanzielle Unterstützung für mich ganz persönlich bis zum Dezember.

 

Ich habe bisher in der Corona-Zeit von der Soforthilfe gelebt. Jetzt stand an Hartz4 zu beantragen. Aber die Reglementierungen sind so gestaltet, dass sie mir jede Möglichkeit versperren würden,  diesen nächsten Schritt in Grönland zu gehen. Deshalb habe ich mich dagegen entschieden. Aber natürlich muss ich von irgend etwas leben und die entstehenden Kosten decken. Wikinger-Touren könnte es über Silvester und auch im Februar/März wieder geben, wenn sich die äußeren Umstände nicht erneut radikal verschlechtern. Ich bin auf bisher fünf Touren eingeteilt und die ersten sind auch schon gebucht und bestätigt. Das Rote Haus kann ab der Wintersaison 2021 und den dort zu erwartenden Einkünften aus dem Gästebetrieb Stück für Stück meine wirtschaftliche Grundlage werden. Doch die Zeit bis dahin muss ich überbrücken.

 

Und hier brauche ich dich und deine Unterstützung. Im gleichen Atemzug tue ich natürlich bereits alles, was ich tun kann, um meine Kosten so minimal wie möglich zu gestalten.

 

Zu meinem Grundkosten gehört insbesondere meine Wohnung in Deutschland, die ich im Augenblick noch behalten möchte. Ich suche für sie gerade einen Untermieter bis Ende des Jahres.

 

Außerdem habe ich begonnen meine ziemlich umfangreiche Bibliothek, die zum großen Teil aus Reiseliteratur, Wanderführern, Sprachführern & Geschichte und Kultur der Völker besteht, zu verkaufen.

Dazu verkaufe ich auch Ausrüstungsgegenstände (Zelte, Koffer, Rucksäcke, Schlafsäcke, Wanderschuhe etc.), die sich im Laufe der Jahre angesammelt habe und bei denen ich jetzt weiß, dass ich sie ebenfalls nicht mehr benötige. Und zu guter Letzt ist da natürlich auch Kleidung, die ich gern verkaufen möchte.

 

Doch das alles wird nicht reichen.

 

Deshalb möchte ich dich bitten, zu überlegen, ob du mich finanziell unterstüzen könntest. Mit einer Spende oder auch einem zinslosen Darlehen, dass mich über diese Monate trägt. Jeder Betrag ist willkommen. Jeder hilft mir weiter. Da ich nächsten Montag, am 27.7. Geburtstag habe, lässt sich das auch innerlich wunderbar miteinander verbinden. Es wäre ein Geschenk, dass mir wirklich dabei hilft, ein neues Leben aufzubauen.

 

Wenn du dir das vorstellen kannst, kontaktiere mich bitte via email: heike.wuerpel@web.de, telefonisch: 033849/999017 oder per Whatsapp/Telegram: 0151/21678378. Dann kann ich dir meine Bankdaten weiterleiten. Natürlich kannst du mir auch gern Fragen zu meinen Plänen stellen.

 

Neben einer Geldspende oder einem Darlehen ist es natürlich auch möglich, mir Bücher, Ausrüstungsgegenstände oder Sachen abzukaufen oder meine Wohnung hier im Fläming (ca. 1h südwestlich von Berlin) zu nutzen.

 

Lass mich einfach wissen, was du dir vorstellen könntest.

 

Zusätzlich gibt es noch eine Möglichkeit der Hilfe. Ich brauche gute Winterkleidung für die extremen Temperaturen vor Ort. Natürlich habe ich schon einige Sachen, aber mir fehlen u.a. richtige Winterhosen, eine Hardshell-Jacke zum drüberziehen über Fleece und Daunen und gute, warme Winterschuhe, die die Arktis aushalten können. Wer mir da weiterhelfen kann und evtl. Sachen zum Verleihen oder zum Verkaufen hat, bitte sagt es mir ebenfalls. Schuhgröße wäre 42. Kleidergröße XL.

 

Danke dir von Herzen für die Hilfe und Unterstützung. Danke für dein Geburtstagsgeschenk!!

 

Ich schicke dir; ich schicke euch, eine ganz liebevolle Umarmung

Eure Heike

 

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