Die Diktatur der Angst

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Gratulation! Wir haben es wirklich gut hinbekommen. Wir haben in kürzester Zeit eine Welt kreiert, die nur noch nach den Regeln der Angst funktioniert. Es ist wie aus einem Lehrbuch. Wir können genau betrachten, wovon Angst verursacht wird und welche Folgen sie nach sich zieht. Wir können erleben, wie sie sich anfühlt, diese Angst. In allen nur möglichen Nuancen. Wir treiben es so weit auf die Spitze, wie es nur irgendwie geht. Das ist wirklich ein Meisterstück!

 

Was für Ängste haben wir eigentlich erschaffen in diesen letzten Wochen? Allen voran, die Angst vor dem Tod. Vor einem schrecklichem Sterben. Jeder Medienbericht, der das Gefühl des Ertrinkens bei Corona so richtig schön in Szene setzt, heizt diese Angst bis ins Unendliche an.

 

Dann ist da die Angst vor der Natur. Eine Angst, die gespeist wird aus einem Gefühl von Ohnmacht und Ausgeliefertsein. Dem Gefühl, das uns die Dinge passieren. Eine Virus ist ein Teil der Natur, die uns da bedroht. Er muss bekämpft werden. Er ist der Feind. Er ist unberechenbar. Also - raus mit der Armee. Und allen Waffen, die uns zur Verfügung stehen. Quarantäne. Lock out. Grenzschließungen. Maskenpflicht. Zwangsimpfungen. Digitale ID. Corona-App. Wir sind im Krieg. Da ist jedes Mittel recht. Demokratie? Menschenrechte? Vergeßt es. Versteht ihr nicht? Es ist Krieg, wir müssen kämpfen!

 

Jetzt kommt noch die Angst voreinander. Jeder Mensch wird zur Bedrohung. Jeder. Denn er könnte ja den Virus in sich tragen. Und uns anstecken. Also ist auch jeder, der sich nicht dem Krieg gegen die Viren anschließt oder auch nur eine geringfügig andere Meinung vertritt unser Feind. Und der muss bekämpft werden. Mit Denunziation. Zensur. Persönlichen Angriffen. Allem, was möglich ist, um ihn mundtod zu machen. Dabei wird jeder zum Spitzel an seinem Nächsten. Jeder beobachtet Jeden. Na, hält er sich auch an die Regeln? Wehe nicht, dann kommt die Polizei und er wird ausgeschlossen. Aus Bussen. Bahnen. Geschäften. Aus dem gesamten öffentlichen Leben. Punkt. Einzelhaft. Wie kann man nur so verantwortungslos sein und den Kampf gegen den Krieg nicht unterstützen? Ja, diese Verantwortungskeulen sind ganz besonders wirksam und lassen fast alle zusammenzucken und schön brav mitzockeln im Krieg.

 

Welche Welt erschaffen wir damit? Eine Diktatur. Eine Diktatur der Angst. Wie funktioniert so eine Diktatur? Sie lässt nur eine Meinung zu. Sie trifft Entscheidungen ohne jede Diskussion. Von oben herab. Sie bekämpft jede Regung, die ihre gefassten Beschlüsse in Frage ziehen könnte. Alle müssen folgen. Wie in der Armee. Einer sagt, wo es langgeht. Und alle rennen hinterher. Mitten hinein in die Gewehrsalven. 

 

So, das hätten wir. Willkommen in unserer wundervollen Diktatur der Angst! Übrigens - sie lässt sich beliebig lange aufrecht erhalten. Man muss nur die Angst weiter füttern. Das reicht völlig. Der Rest funktioniert von ganz allein.

 

Und jetzt?

 

Jetzt können wir uns entscheiden. Jeder Einzelne von uns und wir als Gesellschaft. Wollen wir den Weg der Angst gehen? Ist diese Welt, die Welt, die wir uns für die Zukunft wünschen? Ist das eine Welt, in der wir leben wollen und unsere Kinder groß ziehen? Wollen wir tatsächlich vor allem und jedem, was außerhalb unserer Kontrolle ist zusammenzucken und es zurück ins Glied pressen? Wollen wir wirklich eine Diktatur?

 

Wenn nicht... Was wäre die Lösung?

 

Sie ist offensichtlich. Wir suchen neue Antworten. Wir stellen die Angst in Frage. Zuerst einmal diese Angst in uns selbst. Ist sie wirklich gerechtfertigt? Müssen wir wirklich Angst haben vor dem Tod? Müssen wir Angst haben vor der Natur? Geschehen uns Krankheiten wirklich einfach so? Müssen wir Angst haben voreinander? Ist der Mensch dort mein Feind, nur weil er anders denkt?

 

Nachdem wir das in uns geklärt haben, schauen wir auf die Angst der Menschen um uns herum. Wir spiegeln und beschreiben, was wir sehen. Wir helfen ihnen, einen anderen Blickwinkel zu bekommen um die Chance zu haben, überhaupt eine eigene Meinung zu finden. 

 

Denn, es gibt diese anderen Antworten. Jeder von uns trägt sie in sich. Wir müssen nur bereit sein, weiter zu schauen, als die Angst es uns erlaubt. Wir müssen bereit sein, weiter zu gehen, als es uns die Angst jemals zulassen könnte. Das ist unsere Chance über den jetzigen Horizont von uns allen hinauszuschauen. Und eine neue Welt zu erschaffen. Das ist die Chance, die wir uns selbst mit dieser Diktatur ermöglicht haben. Jetzt müssen wir sie nur noch ergreifen.

 

Was ist meine Antwort?

 

Wir sind keine Angst. Wir brauchen keine Angst vor dem Tod zu haben oder vor der Natur oder voreinander. Nichts davon bedroht uns wirklich. Dort draußen gibt es keine Feinde. Es sieht nur so aus, weil wir nicht weit genug schauen.

 

Wir sind Liebe. Wir sind Verbundenheit. Wir sind Miteinander. Wir sind Grenzenlosigkeit. Wir sind Freiheit. Das sind die Eigenschaften, auf denen unsere Welt basieren sollte. Das ist die Welt, in der wir alle blühen können. Das ist die Welt, in der ich leben möchte. Das ist die Welt, die ich erschaffen werde. Das ist mein Wahl.

 

Gehen wir miteinander?

 

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Timmijaaraq


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Die, die

überall hinfliegt.


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Der kleine Vogel.


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Unterwegs zwischen 

Himmel und Erde.


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Er setzt sich

sacht....


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.... auf dein Herz.


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Um zu singen

und zu zwitschern.


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Er singt ein Lied

vom Himmel. 


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Er singt

von einer Welt

ohne Grenzen.


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Er singt ein Lied

von der Schönheit

deiner Seele.


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