Mein rauer Himmel

© Heike Würpel

Ich bin nicht nur im Einklang mit diesen Inseln am Ende der Welt. Ich bin auch im Einklang mit mir selbst. Hier fühle ich sie wieder. Die Natur, die Erde, die Unendlichkeit, den Himmel. Der Sturm pustet durch meinen Kopf und bläst alles Falsche, Künstliche über dem Haufen. Nichts bleibt mehr von der Wohlgeordnetheit menschlichen Sortierwillens. Hier oben kann man nur mit dem Wind tanzen oder untergehen. Und genau das liebe ich so sehr. 

 

Ich folge den Sturmvögeln und breite selbst die Flügel aus, ich stapfe durch weite sumpfige Ebenen und suche auf wackligem Boden einen gangbaren Pfad, ich kuschle mich in diese traumhaften Südseestrände und kann mich nicht satt sehen am Türkis des Wassers. Karibik im hohen Norden. Und über allen heult der niemals endende Wind, da schäumen die Wellen, da drohen die Wolkenberge.

 

Das ist Leben, das ist die Unmittelbarkeit und dieses pure, pralle Sein, aus dem ich geboren worden bin. Jeder Moment ist anders, jeder Moment ist neu. Diese Welt, will mich formen, nicht umgekehrt. Sie braucht meine Durchlässigkeit, mein Fließen. Widerstand ist vollkommen fehl am Platz. 

 

Wer hierherkommt, muss loslassen, eintauchen und sich selbst vollkommen vergessen. Und wer das wirklich tut, der wird eins mit dem Ozean des Seins. Einfach so, wie nebenbei. 

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