Es ist so durchsichtig

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Unisono sehe ich gestern und heute in den Medien Berichte von psychologischen Experten auftauchen, die ihr Analyse der kuriserenden "Verschwörungstheorien" zum Besten geben. Allen gemeinsam ist die Aussage, das diejenigen, die nicht an die offiziellen Verlautbarungen glauben, in irgendeiner Art und Weise krank oder nicht intelligent genug sind, um Zusammenhänge zu verstehen. Es seien Menschen, die sich in einer komplexen Welt an einfachen Wahrheiten festzuhalten versuchen. Es geht bis zu dem suggestiven Verdacht, all diese Menschen wären tickende Zeitbomben, die gefährlich sind. Menschen, die auch vor Gewalt und Übergriffen und Waffen nicht zurückschrecken, um ihre Ansicht durchzuboxen. 

 

Parallel sind da die Berichte, die neue Angst schüren, weil die Ansteckungszahlen wieder nach oben gehen... 

 

Für mein Gefühl ist das, was da geschieht, nicht mehr und nicht weniger als die psychologische Beeinflussung der Menschen. Hier werden die existierenden Schlupflöcher des Hinterfragens, Diskutierens und "anders denkens" verunglimpft, abgeurteilt und zu einem Feind gemacht. Links. Rechts. Esoterisch. Verschwörungstheoretiker. Alles schlecht.

 

Welche Folgen hat das? Menschen bekommen Angst, andere Ansichten überhaupt noch in Erwägung zu ziehen, um sich selbst eine eigene Meinung zu bilden. Hier wird Angst vor dem "anders denken" gemacht. Massiv. Mit allen Mitteln, die möglich sind. Suggestiv, offen, durch die Hintertür und mit dem Hammer. Alles gleichzeitig.

 

Das gleichzeitige Stellen an der Angstschraube mit erhöhten Infektionszahlen soll das in den letzten Tagen etwas aufbegehrende "Volk" wieder gefügiger machen. Frei nach dem Motto: "Zurück ins Glied." 

 

So sieht es für mich aus. So fühlt es sich für mich an. 

 

Damit geschieht jedoch in mir das Gegenteil von dem, was diese Berichte bewirken sollen. Sie zeigen mir, das hier tatsächlich sehr viel mehr geschieht, als es uns glauben gemacht wird. Sie ermutigen mich, weiter zu schauen, zu hinterfragen und mein eigenes Bild von allen diesen Vorkommnissen um Corona zu bilden. Sie geben mir die Kraft, weiter zu sprechen, zu schreiben, zu teilen. Es ist tatsächlich wichtig. Sehr wichtig. Das wird für mich mit jedem dieser Berichte deutlicher.

 

Deutlicher wird für mich auch, wie unendlich wichtig es ist, keine Angst zu haben. Denn Angst ist und bleibt der einzige Hebel, mit dem es möglich ist, Menschen zu etwas zu bringen, was sie eigentlich nicht wollen. Gibt es keine Angst, kann man frei und mit klaren Kopf für sich selbst entscheiden und einstehen. Man kann Argumente abwägen, seinem Bauchgefühl folgen und sich selbst treu bleiben. Angst verzerrt diese Möglichkeiten bis zur Unkenntlichkeit. Angst schafft Befehlsempfänger und Mitläufer. Angst gibt die Möglichkeit, zur Kontrolle über Andere. 

 

Nichts ist so schwierig, wie der Ausstieg aus der Angst. Man kann sich nicht einfach von ihr abwenden und so tun, als gäbe es sie nicht. Man muss sie anschauen, sie anerkennen, sie umarmen. Sie hat einen Zweck. Sie schützt. Bis zu einem bestimmten Punkt. Bis sie nur noch behindert, knebelt und einengt. Bis sie dafür sorgt, das man stumm wird. Zuschauer. Stiller, lenkbarer Teil einer Masse. 

 

An dieser Stelle steht eine Entscheidung an. Weiter, wie bisher? Brav im Glied? Oder aufrichten, aufstehen und stehenbleiben?

 

Ich habe mich entschieden...

 

Ich war noch nie brav. Denn es bedeutet, den Ansichten anderer zu folgen. Und dann von ihnen Lob oder Tadel zu erhalten. Es bedeutet, die eigene Stimme, die eigene Verantwortung abzugeben, in die Hände von Jemandem, der fähiger scheint, als ich selbst.

 

Ich jedoch entscheide mich dafür, ich selbst zu sein. Ich folge meinen eigenen Ansichten. Ich übernehme für mich und für mein Handeln die Verantwortung. Da entlang geht für mein Weg. Es scheint der schwierigere Weg zu sein, im Moment. Mag sein. Viel Applaus gibt es dafür derzeit sicherlich nicht. Aber das ist nicht wichtig. Wichtig ist, das ich mir selbst treu bleibe. Nichts anderes zählt wirklich....

 

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