Vom Dschungel in die Wüste

Ich habe nicht mehr gewußt, wie anders Australien wirklich ist. Diesmal komme ich aus dem puren Überfluß an Wasser in einen sehr, sehr, sehr trockenen Sommer. Alles fühlt sich anders an, als beim letzten Mal und es braucht einige Tage, um auch nur halbwegs innerlich anzukommen.

 

Mir sind die Probleme des Landes, die Rauheit seiner Menschen (genauso wie ihre Herzlichkeit) und dieses Vakuum in Bezug auf die Identität der Kultur bewußter als jemals zuvor. Und mir wird klar - das ist es, was mich hierher gerufen hat. Es ist das große Loch im Inneren der Seele dieses Kontinents. Es ist das fehlende Interesse und die nicht existente Verbundenheit mit der eigenen wirklichen Geschichte. Es ist die Ignoranz und die Hilflosigkeit den Aborigines gegenüber und die verhärteten Herzen, wenn es um ein wirkliches gleichberechtigtes Miteinander geht. 

 

Hier sind Welten aufeinandergeprallt und von einer Heilung der Wunden ist noch keine echte Spur zu entdecken. Ich fühle, wie das Land danach schreit, wahrgenommen zu werden. Es ruft nach der Verbindung, die die Aborigines hatten, die aber kein Weißer kennt. Die Traumzeit ist unterbrochen, aber sie ist nicht gestorben. 

 

Und in mir wächst die Fähigkeit zu Mit-Fühlen und Verstehen in dem Maß, wie es das Land unter meinen Füßen braucht. Für mich ist es ein Geschenk, hier zu sein. Aber es ist auch pure Herausforderung. 

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